Ausflüge: Kleine Fluchten aus dem Alltag planen

Da die meisten Bewohner:innen einer Einrichtung schon lange nicht mehr im Urlaub waren, sind Ausflüge eine sehr geschätzte Auszeit aus der täglichen Routine. Entsprechend wichtig ist es in der Jahresplanung, von Frühling bis Herbst regelmäßig Ausfahrten zu abwechslungsreichen Zielen anzubieten.

Für einen Ausflug müssen vorab viele Fragen geklärt werden, sodass sie in der Planung mehr Zeit einnehmen, als zuerst gedacht. Folgende Punkte sollten geklärt werden:

  • Wie viele Personen und Begleitpersonen fahren mit? Wie viel Platz ist für die Mitnahme von Rollatoren und Rollstühlen vorhanden? Lohnt sich das Mieten eines Busses mit Rampe, wenn viele mobilitätseingeschränkte Personen mitfahren sollen?

  • Wie lang ist die Fahrtzeit? Gibt es im Bus eine Toilette? Kann sie nur von fitten Teilnehmenden benutzt werden? Dann sollte die Fahrtzeit auf maximal eine Stunde begrenzt werden.

  • Ist das Restaurant oder Café, das unterwegs besucht wird, barrierefrei? Wie sehen die Gegebenheiten auf dem Parkplatz aus, die Eingangstreppen, der Zugang zum Speiseraum und zu den Toiletten? Gibt es Fahrstühle? Wie viel Spielraum bleibt für RollstuhlfahrerInnen zum Rangieren? Sind auch die Außenanlagen für alle nutzbar?

  • Wichtig ist die Auswahl der „Attraktion“ vor Ort, die möglichst viele interessieren sollte: Denkbar sind ein Eisenbahnmuseum, ein Arche-Hof zum Schutz seltener Tierrassen, eine Kreativaktion wie Kerzenziehen, ein Strand mit Promenade und Seehundstation.
    Für fitte SeniorInnen kann auch ein Feld zum Himbeerenpflücken und anschließend eine Kaffeezeit auf dem Bauernhof spannend sein. Achtung bei unebenem Boden im Gras und auf dem Kopfsteinpflaster, hier herrscht Stolpergefahr!

  • Gibt es die Möglichkeit zu einem Spaziergang nach dem Essen, beispielsweise auf geteerten Wege für Rollatoren und Rollstühle?

  • Eine tolle Abwechslung bietet eine Ralley oder Schnitzeljagd, wenn immer Paare aus mobilen und eingeschränkten Personen gebildet werden, die sich gegenseitig unterstützen.

  • Wann ist die Rückkehr geplant? Nach einem Tagesausflug kann es schon so spät sein, dass das Abendessen in der Einrichtung bereits stattgefunden hat. Gibt es nach der Rückkehr ein Extraangebot für die Nachzügler? Hier kann ein abschließendes Highlight gesetzt werden, beispielsweise mit Kartoffelsalat und Würstchen.

Im Download finden Sie eine Checkliste, mit der Sie konkret planen können.

Dieser Beitrag wurde von der Autorin Marie Krüerke erstellt. In einer Hamburger Senioren-Residenz leitet sie Gruppen und Veranstaltungen. Bei Vincentz Network erhältlich sind ihre Bücher “Atemfreunde” und “Gruppenspiele für gute Laune”.

Dieser Beitrag wurde von der Autorin Marie Krüerke erstellt. In einer Hamburger Senioren-Residenz leitet sie Gruppen und Veranstaltungen. Bei Vincentz Network erhältlich sind ihre Bücher “Atemfreunde” und “Gruppenspiele für gute Laune”.